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 Willkommen beim NABU

 Regionalverband Spremberg e.V.

Naturschutzstation Spremberg

Naturschutzstation am Wasserwerk

Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie mit unserer Arbeit vertraut machen.

  • Ihnen deren Notwendigkeit näher bringen
  • Anregungen für eigenes Handeln liefern
  • Interesse für eine evtl. Mitarbeit wecken
  • oder auch nur Anregungen für aktive Erholung  vermitteln .

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 Zehn Jahre Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Regionalverband Spremberg e.V.

Die Geburtsurkunde des Spremberger NABU Regionalverbandes ist nicht die Eintragung des Amtsgerichts, Cottbus, sondern ein organisierter Protest. Die Liste der über 1200 Unterschriften der Bürger, die gegen die Absicht des Fällens der Bühlower Eichen im Sommer 2006 protestierten.
Ein neuer Radweg durch den Ortsteil sollte das Wahrzeichen des Ortskerns, die Jahrhunderte alten Bäume, beseitigen. Der Protest half, der Radweg wurde mit einer kleinen Kurve angelegt und die Eichen stehen noch.Naturfreundinnen und Naturfreunde erkannten, organisierter Natur- und Umweltschutz ist auch in der Region Spremberg erforderlich.
Im Spremberger Wasserwerk versammelten sich am 02.09.2006 zehn Naturfreundinnen und Naturfreunde und unterschrieben die Satzung des neuen Regionalverbandes im Naturschutzbund Deutschland. Nach zehn Jahren sind wir über achtzig Mitglieder, die dem Naturschutz ehrenamtlich ihre Freizeit widmen. Erfreulich ist, alle Generationsstufen sind in etwa gleicher Anzahl vertreten.
Nicht nur protestieren und anregen steht an erster Stelle der Arbeit des Vereins, sondern Artenschutz, Umweltgestaltung und Naturschutzbildung sind unser wichtigstes Anliegen.
Ein glücklicher Umstand war die Gründung unseres Vereins im Wasserwerk Spremberg, im Naturkleinod der Slamer- Kuthen.
Wir danken der Stadt Spremberg und dem Spremberger Wasser- und Abwasserverband für die über zehn Jahre währende Unterstützung. Es war ein Nehmen und Geben. Die Stadt Spremberg überließ das Kerngebiet des Landschaftsgebietes Slamer- Kuthen ohne forstwirtschaftliche Nutzung dem
NABU, der formte den „Kleinen Naturpark“ im letzten natürlichen Auenwald am Rande der Endmoräne in der Spree- Aue. Im Wohnhaus des Wasserwerkes stellte der SWAZ Räume für die Einrichtung der Naturschutzstation Spremberg zur Verfügung. Als Arbeitsort des NABU, in der Region Spremberg. Dieser glückliche Umstand im Umfeld der Naturschutzstation ermöglichte eine zielstrebige Naturschutzarbeit.
Der „Kleine Naturpark“ mit regenerierten und neugeschaffenen Wasserflächen und Feuchtgebieten,einem Lehrpfad, Vogel- und Insektenweiden, einer Lehrimkerei, dem Fledermauswinterquartier, dem Wanderweg durch die Slamer- und Spreetaler Heide, dem „Grünen Klassenzimmer“, Streuobstwiese
und andere Sehenswürdigkeiten aus dem Ökosystem ermöglicht vielfältige Veranstaltungen und Erlebnisse in der Natur.
Die „Spremberger Wasser- und Naturschutztage im September“, die Kindernaturschutztage im Mai, der Besuch von Schulklassen und Wandergruppen oder auch nur der Aufenthalt der Bürger sind Lohn unserer Anstrengungen.
Wir danken der Stadt Spremberg, dem Wasser- und Abwasserzweckverband, dem Landkreis Spree-Neiße, dem Dorf- Entwicklungs- Verband Hornow, der Forstwirtschaft, dem NABU- Landesverband und vielen Sponsoren für die materielle und fachtechnische Unterstützung. Mit geringen Kostenaufwand ist eine aus der Region nicht mehr wegzudenkende Einrichtung entstanden.
Stolz sind wir auf unser Fledermausprogramm „Gebt der Fledermaus ein zu Hause“.
Mit Hilfe des NaturSchutzFonds Brandenburg und der Vattenfall AG entstanden
Fledermauswinterquartiere im Altwasserwerk Spremberg, dem nicht mehr genutzten Wasserwerk Graustein, in zwei ehemaligen Friedhofsfeierhallen, in ehemaligen Trafostationen und in ehemaligen Munitionsbunkeranlagen der NVA. Dazu bieten über zweihundert Kästen Fledermäusen und Vögel Unterschlupf.
Die Naturfreundinnen und Naturfreunde unseres Regionalverbandes betreuen die Biotope See von Groß- Buckow, die Mutzoka und im NSG Groß- Kölzig. Die Arbeit als ehrenamtliche Naturschutzhelfer und Ornithologen beim Landkreis Spree-Neiße aus unserem Regionalverband muss ebenfalls erwähnt werden.
Wir sind aus dem gesellschaftlichen Leben unserer Region nicht mehr wegzudenken. Jeder Anruf der Bürger zu Fragen aus Umwelt- und Naturschutz, meistens am Abend und an Wochenenden macht uns stolz, wir wissen damit, wir werden gebraucht!
Im Jahre 2007 begannen wir auf die negative Entwicklung der Wasserqualität der Spree hinzuweisen.
Unsere Experten aus Wasserwirtschaft und Bergbau wussten, welche Schädigung auf das Ökosystem der Spree zukommt. Der Bergschaden war früh erkennbar. Warnungen und Protest waren jahrelang wirkungslos verhallt, zu spät wurde reagiert. Das Ökosystem der Lebensader Spree durch Spremberg ist Jahrzehnte lang geschädigt.
Die Naturfreundinnen und Naturfreunde des NABU RV Spremberg erhoffen, das
Verantwortungsträger der Politik und der Kommunalen Verwaltung dem Umwelt- und Naturschutz langfristig und kontinuierlich Aufmerksamkeit schenken. Die Umweltbedingungen verbessern oder verschlechtern sich nicht durch spontane, kurzfristige Maßnahmen, sondern langfristig mit einer zielstrebigen oder vernachlässigten Naturschutz- und Umweltpolitik. Wir als Mitglieder im NABU
Deutschland werden entsprechend unserer Satzung aus Liebe zur Natur mithelfen.
Der „8. Wasser- und Naturschutztag“ am 17.09.2016 im „Kleinen Naturpark Spremberger Kuthen“wird wieder ein Naturschutzereignis der Region. Wir werden wieder mit den Bürgern aus Vereinen,der Politik und der Verwaltung über unsere Verantwortung zur Natur ins Gespräch kommen.
Ein Dankeschön an unsere Partner aus Wirtschaft und Politik, an unsere Naturfreundinnen und Naturfreunden unseres Regionalverbandes, die den NABU durch ihre ehrenamtliche Arbeit und materielle Unterstützung tragen und auch ein Dankeschön an die Bürger der Region Spremberg,die uns mit ihrer Anerkennung und Hinweisen helfen.

Mit freundlichen Grüßen
Wieland Böttger

Vorsitzender des RV Spremberg,                                                                                                August 2016